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Bar eröffnen – Das brauchen Sie für die Gründung

Bei der Eröffnung einer Bar gibt es einige Dinge, die nicht aus den Augen gelassen werden sollten. Wir erklären Ihnen, welche Voraussetzungen es beim Eröffnen einer Bar gibt, wie Sie die Kosten dafür abschätzen können und stellen eine praktische Checkliste zur Bareröffnung bereit.

Bar eröffnen Ara Aire/Shutterstock.com

Die Voraussetzungen zum Eröffnen einer Bar

Sie benötigen keine beruflichen Qualifikationen und können auch als Quereinsteiger eine Bar eröffnen. Ein gewisses Maß an kaufmännischem Know-How und ein wenig Berufserfahrung in der entsprechenden Branche schaden bei einer Gründung allerdings nie.
Behördliche Vorschriften gibt es zuhauf, angefangen bei der Gaststättenverordnung über Hygienevorschriften bis hin zum Jugendschutzgesetz und baulichen Auflagen.

Die ersten Schritte beim Eröffnen einer Bar

Der erste Weg zur Eröffnung Ihrer Bar führt zum Gewerbeamt. Dort wird der Gewerbeschein beantragt. Diesen Schritt sollten Sie sehr schnell unternehmen, denn es wird noch dauern, bis Sie die ersten Getränke verkaufen können.

Das Gewerbeamt informiert automatisch alle zuständigen Stellen, die ggf. weitere Auskünfte anfordern werden. Dazu gehört zum Beispiel das Finanzamt, welches einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung übersendet. Die IHK informiert über Beiträge, die verpflichtend sind und bietet außerdem Schulungen zu Lebensmittelrecht und -hygiene an. Nehmen Sie an diesen Veranstaltungen teil, erhalten Sie einen Gaststättenunterrichtungsnachweis, der für die Beantragung einer Schanklizenz und Gaststättenkonzession nötig wird.

Bar eröffnen – kleine Checkliste

Für die Eröffnung einer Bar benötigen Sie folgende Unterlagen:

  • Polizeiliches Führungszeugnis (Einwohnermeldeamt)
  • Auszug aus dem Gewerbezentralregister (Einwohnermeldeamt)
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung (Finanzamt)
  • Gaststättenunterrichtungsnachweis (IHK)
  • Grundriss und Lageplan inkl. Größe, Anzahl der Plätze etc.(Vermieter / Eigentümer)
  • Mietvertrag (Vermieter)
  • ggf. Grundbuchauszug (Grundbuchamt)
  • Gesundheitszeugnis für Betreiber und Mitarbeiter (Gesundheitsamt)

Die Gebühren für die Gaststättenkonzession variieren und richten sich unter anderem nach der Größe der Bar.

Zusätzlich dazu werden Sie normalerweise diese Dinge bewerkstelligen müssen:

  • Eintragung des Betriebs bei der Berufsgenossenschaft für Nahrungsmittel und Gastgewerbe. Diese übernimmt die Unfallversicherung für Sie und Ihre Mitarbeiter.
  • ggf. Genehmigungen für Ein- und Umbauten an der Bar durch das Bauordnungsamt.

Diese Kosten kommen bei der Bareröffnung auf Sie zu

Für den Um- und Aufbau einer Bar können Kosten in Höhe von 40.000 bis 100.000 Euro auf Sie zukommen. Neben Renovierungskosten und Kosten für die Erstausstattung kommen diese Ausgaben auf Sie zu:

  • Gründungskosten (Beratung, Gebühren, Konzessionen)
  • Miete inkl. Nebenkosten
  • Lebenshaltungskosten
  • Personalkosten
  • Wareneinkauf
  • GEMA- / SKY-Gebühren
  • Werbung
  • Beitrage zur Berufsgenossenschaft
  • Versicherungen
  • Steuern
  • ggf. Kreditraten und Zinsen

Versuchen Sie zu sparen, wo es geht und planen Sie auch Unvorhergesehenes mit ein. Insbesondere zu Beginn der Gründung reichen die Einnahmen oft nicht aus, um die Ausgaben zu 100 % zu decken. Geht Ihnen das Geld in der Anfangsphase aus, könnte das für Sie das Aus bedeuten. Ein ausreichendes Polster, mit dem alle Rechnungen und Löhne bezahlt werden können, ist Pflicht.

Tipp: Möchten Sie einen Kredit bei der Bank aufnehmen, sollten Sie ein solides Konzept und Sicherheiten vorweisen können. Ein öffentlicher Gründerkredit kann zum Beispiel von der Hausbank gefördert werden. Ohne einen sorgsam ausgearbeiteten Businessplan gibt es weder von der Bank noch von privaten Investoren ein Darlehen.

Bar Ladenausstattung ImageFlow/Shutterstock.com

Neben diesen Kosten muss auch die Einrichtung berücksichtigt werden.

Folgende Gegenstände sollten in der Erstausstattung einer Bar auf keinen Fall fehlen:

  • Theke
  • Stühle
  • Tische
  • Barhocker
  • Regale (auch im Lager)
  • Gläser
  • Kassensystem
  • ausreichend Getränke
  • ggf. Snacks
  • Leuchtmittel
  • Plakatrahmen für Werbemittel
  • TV- und/ oder HiFi-Anlage
  • Reinigungsmittel
  • Desinfektionsmittel
  • Garderobe
  • Zapfsäulen

Unerlässlich bei der Eröffnung einer Bar: Der Businessplan

Um überhaupt einen Kredit zu bekommen, benötigen Sie einen guten Businessplan. Auf diesem sollten Sie beschreiben,

  • wie Ihr Konzept und Angebot aussieht. Sprich: Was für eine Bar wollen Sie eröffnen und was ist an ihr besonders? Was und zu welchen Preisen bieten Sie es an?
  • wie Ihre Zielgruppe aussieht. Welche Menschen wollen Sie erreichen? Bestehen gemeinsame Interessen?
  • wie Ihr Wettbewerb sich gestaltet. Gibt es andere Bars in der Nähe und wie heben Sie sich von diesen ab?
  • wie Sie sich Ihr Marketing vorstellen. Welche Maßnahmen zur Kundengewinnung und -bindung sind geplant? Wie machen Sie auf Ihre Lokalität aufmerksam?
  • wo Ihre Bar stehen wird. Wie sehen die Räumlichkeiten aus? Ist die Bar gut sichtbar und die Zielgruppe gut erreichbar?
  • welche Motivation und Eignung Sie mitbringen. Was spornt Sie an? Was bringen Sie mit, um die Bar erfolgreich zu führen?
  • welche Rechtsform Sie wählen. Gründen Sie beispielsweise eine GmbH oder ein Einzelunternehmen? Warum haben Sie sich für diese Rechtsform entschieden?
  • wie Ihre Finanzen aussehen. Wie hoch sind Ihre Ausgaben? Wie werden sich die Einnahmen entwickeln? Ab wann wirft die Bar Gewinne ab? Wie wird die Zeit bis dahin überbrückt? Wie hoch ist der Kapitalbedarf und wie soll die Finanzierung aussehen?

Versuchen Sie nicht, mit perfekten Gewinnaussichten hervorzustechen, sondern überzeugen Sie mit plausiblen Begründungen.

Diese drei typischen Fehler sollten Sie vermeiden

  • 1. Arbeitsaufwand unterschätzen
    Neben der Arbeit in der Bar und dem sozialen Miteinander fallen noch andere Dinge an. Die Erstellung von Schichtplänen, die tägliche Buchhaltung, die Planung und Organisation von Events, das Marketing und auch der Wareneinkauf gehören dazu.
  • 2. Schlecht verhandeln
    Mit Lieferanten und Brauereien sollten Sie möglichst günstige Konditionen verhandeln. Lassen Sie trotzdem die Finger von verpflichtenden Verträgen über lange Zeiträume, welche hohe Abnahmekontingente vorsehen. Stellen Sie sich vor, Ihre Kunden mögen das Bier nicht und Sie sind noch für ein Jahr oder länger an eine bestimmte Brauerei gebunden.
  • 3. Keine Außengastronomie
    Prüfen Sie bei der Standortwahl, ob ein Außenbereich verfügbar ist. Im Sommer kann ein fehlender Außenplatz für reichlich Umsatzeinbußen sorgen. Insbesondere dann, wenn die nahe Konkurrenz über Biergärten verfügt.

Mit der richtigen Planung gelingt das Eröffnen der Bar bestimmt

Bei der Bareröffnung sollten Sie rechtliche Dinge wie die Schankkonzession, Hygienevorschriften oder das Jugendschutzgesetz unter keinen Umständen vernachlässigen. Im schlimmsten Fall droht sonst trotz sorgfältiger Planung ein vorzeitiges Aus. Zusätzlich sollten Sie alle Kosten bedenken, nicht nur die Investitionskosten sollten Berücksichtigung finden. Auch Miete, Fixkosten, GEMA-Gebühren und ähnliche Dinge kommen auf Sie zu.

Vermeiden Sie es, mit Ihren Gästen mitzutrinken, einen Außenbereich als unwichtig abzutun oder sich in bindende Verträge einzuschreiben. Orientieren Sie sich gern an unserer Checkliste, um kein wichtiges Detail beim Eröffnen Ihrer Bar zu vergessen.